
Die Neue Westfälische berichtet detailliert über die für den 9. November geplanten Veranstaltung anlässlich des Aufzuges der Partei „Die Rechte“:
Die Neue Westfälische berichtet detailliert über die für den 9. November geplanten Veranstaltung anlässlich des Aufzuges der Partei „Die Rechte“:
Das Bielefelder „Bündnis gegen Rechts“ ruft zusammen mit einer beeindruckenden Zahl von Unterstützern zu mehreren Kundgebungen am 9. November in der Bielefelder Innenstadt auf. Anlass hierfür ist der für diesen Tag angekündigte Aufzug der Partei „Die Rechte“, die sich den Gedenktag an die Pogromnacht 1938 ausgesucht haben, um für die verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck auf die Straße zu gehen.
Wir dokumentieren nachfolgend den Aufruf des Bielefelder Bündnisses:
Die Kundgebungen im Einzelnen:
anschließend
– beide Demos treffen sich mit der Demo vom Hauptbahnhof und ziehen dann gemeinsam weiter zur –
Bitte beachtet, dass es bereits ab dem frühen Morgen zu Beeinträchtigungen im gesamten Innenstadtgebiet kommen kann!
Folgendes hat die Polizei uns zugesichert:
Wie auch sonst bei solchen Demonstrationen wird der Bielefelder EA während der gesamten Zeit unter 0521-5600690 erreichbar sein.
Der relevante Hashtag für den Tag ist #bi0911
Bitte achtet darauf, dass ihr, wenn ihr Fotos auf social media teilt, VORHER die Gesichter verpixelt!
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Wenn es nach dem Willen von Neonazis und Rechtsextremist*innen geht, soll es in diesem Jahr an diesem Tag eine Demonstration anlässlich des 91. Geburtstag der inhaftierten Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck geben. Es sind die gleichen Personen, die bereits am 10. November 2018 eine Demonstration angemeldet hatten. Sie durften unter dem massiven Schutz der Polizei und gegen den Protest tausender Gegendemonstrant*innen stundenlang durch unsere Stadt marschieren.
Die angekündigte Demonstration von Holocaustleugner*innen am 9. November ist eine kalkulierte Provokation der gleichen Neonazis, die bei der Europawahl gezielt antisemitische Plakate vor Synagogen geklebt hatten und die vor gewaltsamen Übergriffen gegen Andersdenkende nicht zurückschrecken.
Längst werden in unserem Land nicht nur Naziparolen gerufen oder der Hitlergruß gezeigt. Die Zahl rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten steigt drastisch an. Menschen werden antisemitisch, rassistisch oder homo- bzw. transphob angefeindet, angegriffen und schwer verletzt. Dass dabei auch der Tod von Menschen in Kauf genommen oder sogar vorsätzlich herbeigeführt wird, zeigen die NSU-Morde, aber auch zahlreiche Vorfälle in den letzten Wochen und Monaten. Der Mord an dem CDU-Politiker Walter Lübcke sowie der Terrorangriff auf die Synagoge in Halle/Saale durch Rechtsextremisten machen dringenden Handlungsbedarf deutlich.
Wir stellen uns entschieden gegen Neonazis, Holocaustleugner*innen und ihre Sympathisant*innen in unserer Stadt!
Wenn die Verfolgung und die Ermordung von Millionen von Jüd*innen sowie vieler weiterer Menschen verharmlost und das Naziregime verherrlicht werden sollen, müssen wir dem umso lauter widersprechen.“